Am 11.10.2011 von 10.00 bis 16.00 Uhr veranstaltet die Serviceagenthur Demografischer Wandel in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen im Schloss Ettersburg einen Fachtag zum Thema Demografischer Wandel und Nachhaltigkeit.
Frau Pirrhs, Vorsitzende des Hebammenlandesverbandes Thüringen e. V. stellt ab 13.30 Uhr unter dem Titel "Von anderen lernen: Best Practice" die Arbeit der Hebammen und Familienhebammen in Thüringen vor.
Am 1. Dezember 2010 hat der neue, vorerst letzte von der Stiftung FamilienSinn geförderte Ausbildungsgang zur Familienhebamme begonnen.
Auch bundesweit soll der Einsatz von Familienhebammen gestärkt werden. Das Bundesfamilienministerium will laut einem Gesetzentwurf vom Dezember 2010 ab 2012 vier Jahre lang jährlich 30 Millionen Euro dafür investieren.
Familienhebammen betreuen schwangere Frauen, Mütter und ihre Kinder bis zum 1. Geburtstag des Kindes. Sie haben die Möglichkeit der intensiven und langfristigen Betreuung von Mutter und Kind über die Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen hinaus.
Durch die breite gesellschaftliche Anerkennung der Hebammentätigkeit, das zusätzliche Fachwissen in psychosozialen und lebenspraktischen Fragen und die regelmäßigen Kontakte zur örtlichen Jugendhilfe, gelingt es Familienhebammen, einen Zugang zu Familien zu finden und bei Bedarf Brücken zu anderen Hilfeanbietern zu bauen.
In gemeinsamer Verantwortung der Elternakademie der Stiftung FamilienSinn und des Hebammenlandesverbandes Thüringen e. V. (HLV) fand am 7. September 2010 im comcenter Brühl in Erfurt ein Fachtag für Hebammen, Familienhebammen und Fachöffentlichkeit zum Thema: FAMILIENHEBAMMEN. Bilanz und Ausblick statt.
Am Vormittag konnten die Familienhebammen durch einen interessanten Vortrag von Christiane Knoop aus Bremen, der dienstältesten Familienhebamme Deutschlands, ihr Wissen über die Auswirkungen von Sucht und Substitution bei Mutter sowie Kind erweitern. Aufbauend dazu zeigten Christiane Schmidt und Andrej Singer (TOPOi Erfurt) in einem sehr kurzweiligen Workshop zum Thema Abhängigkeitserkrankung in der Schwangerschaft und Stillzeit Handlungsstrategien sowie kommunikative Wege in Krisensituationen auf und gaben Anregungen für interdisziplinäre Vernetzungen.
In einem Grußwort des Thüringer Sozialministerium sagte dieses die aktive Unterstützung für eine adäquate Leistungsbewertung der Hebammen zu.
Unter dem Motto „Wohin geht die Reise? – Familienhebammen ein Erfolgsmodell in Thüringen“ diskutierten Hebammen, Familienhebammen und Vertreter der Fachöffentlichkeit am Nachmittag. Die entstandenen Ergebnisse sollen als Grundlage für eine weitere Verbesserung des Einsatzes der Familienhebammen dienen.
Der HLV dankt der Elternakademie der Stiftung FamilienSinn für die gelungene Durchführung und (finanzielle) Unterstützung. Von Seiten des HLV hat Anika Buntrock maßgeblich zum Gelingen des Fachtages beigetragen.
Programm des Fachtages Fachtag Familienhebammen 2010:
Fachtag Familienhebammen 2010
Das Vormittagsprogramm wurde von einem Fachvortrag und einem Workshop zum Thema "Sucht" bestimmt.
Dazu war die dienstälteste Familienhebamme Deutschlands Frau Christiane Knoop aus Bremen angereist und referierte über ihre Erfahrungen im Umgang mit suchtkranken Schwangeren und Müttern bzw. Auswirkungen auf die Entwicklung von deren Kindern.
Herr Andrej Singer und Frau Christiane Schmidt von der Erfurter TOPOI UG, einer Gesellschaft für suchttherapeutische Beratung und Betreuung, illustrierten anhand zahlreicher Beispiele, wie Familien-hebammen vor Ort mittels geeigneter Kommunikation den Betroffenen helfend zur Seite stehen können.
Die Beauftragte für Familienhebammen Frau Annika Buntrock informierte ihre Berufskolleginnen darüber, dass gegenwärtig 45 ausgebildete
Familienhebammen im Einsatz sind, visualisierte ihre Einsatzorte und beschrieb deren Rahmen- bedingungen.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Erfahrungsaustausches untereinander und der interprofessionellen Gespräche mit den teilnehmenden Kinderärzten und dem Fachpersonal der Jugendämter.
Die Teilnehmer fanden sich in Gesprächsinseln zusammen und diskutierten über die Rahmen- bedingungen von Familienhebammen in Thüringen, auch über mögliche Strategien zur Verbesserung derselben.
In diesem Gesprächskreis (Foto) wirkten der Leiter der Geburtsklinik Jena Herr Prof. Dr. E. Schleußner und die Erfurter Amtsärztin Frau Dr. K. Rohmann mit.
Die Anwesenden bestätigten übereinstimmend das Profil der Familienhebamme als Erfolgs- modell, welches noch ausgebaut werden muss - zum Wohle unserer jüngsten Erdenbürger.
Unter der Homepage des Deutschen Hebammenverbandes oder Hebammenprotest finden Sie weitere Informationen und die Möglichkeit sich am Protest zu beteiligen.
06.06.13:
03.06.13:
30.05.13: