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Familienpreis 2009

Preisverleihung am 1. Dezember 2009 in der Thüringer Staatskanzlei

 

Übergabe Scheck der Commerzbank an die Stiftung FamilienSinn am 1.12.2009    

In feierlichem Ambiente wurden am 1. Dezember 2009 im Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei die Preisträger des Thüringer Familienpreises 2009 bekannt gegeben.
Mit dem Thüringer Familienpreis, der zum zweiten Mal vergeben wurde, würdigt und fördert die Stiftung FamilienSinn Projekte, Initiativen und innovative Ansätze, aber auch ehrenamtliche Aktivitäten, die dazu beitragen, Familien in Thüringen zu unterstützen, deren Lebensbedingungen zu verbessern und ihre Eigenkräfte zu stärken.
Preisstifter des mit insgesamt 25.000 Euro dotierten Preises ist die Dresdner Bank, Schirmherrin Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht.

Preisbekanntgabe Frau Marion Walsmann und Laudatio Herr Illert 
Der Kurator der Stiftung FamilienSinn, Stephan Illert, übergab zusammen mit Ministerin Marion Walsmann, MdL und Gustav Holtkemper, dem Regionalvorstandsmitglied der Commerzbank AG, die das Engagement der Dresdner Bank fortführt, fünf Preise und drei Würdigungen. Zudem wurden zwei Sonderförderungen vergeben.       

50 Initiativen haben sich für den Thüringer Familienpreis 2009 beworben, deutlich mehr als beim letzten Mal. Sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Initiativen und Projekte waren erfreulich. Das zeigt, dass die Intention des Preises, nämlich diejenigen zu finden, denen es in Ergänzung oder neben ihrem beruflichen Engagement ein Anliegen ist, sich für Familien und deren Unterstützung einzusetzen, angenommen wird.

Regionen

Die meisten Bewerbungen kamen aus den großen Städten entlang der Städteachse
Gera (7), Jena (8), Weimar (1), Erfurt (7), Gotha (1) und Eisenach (1),
aber auch aus kleineren Städten
Tabarz, Ohrdruf, Zella-Mehlis, Hildburghausen, Sondershausen, Nordhausen, Bad Sulza, Bad Tennstedt, Arnstadt, Schmölln oder Altenburg,
einige aus noch kleineren Orten wie Wenigensömmern, Könitz oder Guthmannshausen.

Status der Antragsteller

Unter den Bewerbern bzw. Vorgeschlagenen sind Familienzentren, Einrichtungen der großen Trägerverbände wie AWO, Diakonie oder Caritas Vereine, die ihren Arbeitsschwerpunkt in der Familienunterstützung sehen, aber auch viele Schulfördervereine.
Vorgeschlagen wurden auch Einzelpersonen wegen ihres besonderen Engagements für Familien.

Inhalte

Die Inhalte der Bewerbungen umfassen das gesamte Spektrum FAMILIE.
Die Stiftung FamilienSinn hat die eingereichten Projekte und Initiativen in fünf Kategorien geordnet.

ELTERNSCHULE / ELTERNBILDUNG

Viele der Bewerbungen haben in besonderer Weise die Entwicklung von Erziehungskompetenz im Blick. So dient z. B. ein in Kooperation mit dem öffentlichen Träger der Jugendhilfe angelegtes Modellprojekt der Stärkung der Alltags-, Haushalts- und Erziehungskompetenz von jungen Eltern und bietet zugleich professionelle familienunterstützende Hilfen an. In anderen Orten werden Elternkurse organisiert oder Erstbesuchsdienste eingerichtet. Auch zu Familientrainigsmaßnahmen wird eingeladen.

NETZWERKE FÜR FAMILIEN

Überall da, wo die Familie als zu schützendes und zu förderndes Gut verstanden wird, entwickeln sich NETZWERKE FÜR FAMILIEN.
Insbesondere die Thüringer Hochschulen bemühen sich auf ähnliche, aber auch spezifische Weise um die Unterstützung von Studierenden und Beschäftigten mit Familienaufgaben.
Zu den Netzwerken gehören auch die „Bündnisfamilien“, nämlich diejenigen, die verschiedene Akteure zusammenbringen, die alle gemeinsam an dem Ziel arbeiten, die Bedingungen und das Umfeld für Familien zu verbessern. Sie sorgen für flexiblere Wege in der Kinderbetreuung und für bedarfsgerechtere Öffnung von Kindertageseinrichtungen.
Die an den Bündnissen beteiligten Firmen werden zu einem Umdenken in Fragen der Familienförde-rung angeregt. Alle Netzwerke haben zum Ziel, zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie beizutragen und zwar in der Weise, dass nicht die Familien sich den Berufszwängen beugen müssen, sondern dass darüber nachgedacht wird, dass die Berufswelt sich den Erfordernissen der Familien öffnet.

HILFE FÜR FAMILIEN MIT BESONDEREN BELASTUNGEN

Unter den Bewerbungen sind beeindruckende Beispiele gemeinnütziger Vereine, die HILFE FÜR FAMILIEN MIT BESONDEREN BELASTUNGEN anbieten.
Ein Verein unterstützt junge Mütter in psychischen Krisen, ein anderer bemüht sich um junge Mütter und ihre Kinder. Ein weiterer kümmert sich um Familien mit drogengefährdeten Kindern, wieder ein anderer gibt Familien mit gehörlosen Mitgliedern Hilfestellung. Auch das schwierige Thema Sterben in der Familie wird von einem Verein aufgegriffen. Und so ließe sich die eindrucksvolle Aufzählung fortsetzen.
Allen, die in diesen Vereinen arbeiten, leben wachen Auges in unserer Gesellschaft und entwickeln dort Hilfen, wo sie nötig sind.

ANGEBOTE FÜR FAMILIEN im Umfeld von SCHULEN und KINDERGÄRTEN

Der Kreis der Bewerber mit ANGEBOTEN FÜR FAMILIEN im Umfeld von SCHULEN und KINDERGÄRTEN, die allesamt familienunterstützende bzw. -entlastende Initiativen vorstellen, ist deutlich gestiegen.
Ehrenamtliche kümmern sich zum Beispiel um die gesunde Ernährung von Kindern oder gehen als Lesepaten und Lesementoren in die Einrichtungen. Andere organisieren Familienfreizeiten und wieder andere unterstützen Kinder beim Kennenlernen ihrer Heimatgeschichte. Ein Förderverein einer Schule für Geistigbehinderte betreibt einen Schulclub zur Entlastung der Familien.
Andere Schulfördervereine greifen Themen auf, wie die Organisation wohnortnaher Hortbetreuung, Medientreff, Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Einrichtung, Familienausflüge oder ein familienfreundliches Miteinander der Generationen.

FAMILIENORIENTIERTE FREIZEITANGEBOTE

Da gründet ein Landfrauenverband eine Bibliothek im ländlichen Raum, auf einer Naturbühne gibt es jährlich einen Familientag, ein Projekt „Mensch ärgere dich nicht“ lädt Familien zu Gesellschaftsspielen ein, ein Boxverein kanalisiert die überschüssigen Kräfte junger Leute und bezieht dabei deren Eltern ein, ehrenamtlich tätige Seniorinnen und Senioren laden junge Familien zu Ausflügen und Aktionen ein.

Die Stiftung FamilienSinn bedankt sich bei allen, die sich für den Familienpreis beworben haben oder vorgeschlagen wurden, für ihr Engagement und auch für den Mut und den Aufwand, sich zu bewerben.
Die Stiftung hat sich auch in diesem Jahr dafür entschieden, Vertreter aus allen Initiativen und Projekten einzuladen und ihr Engagement mit einer Anerkennungsurkunde zu würdigen.

Die Preisträger 2009       

Die Würdigungen 2009       

Die Sonderpreise 2009 

Anerkennungen 2009      

Pressemitteilung zur Preisverleihung 2009 Thüringer Familienpreis     

 

 

 

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